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 Betreff des Beitrags: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 06.01.2013, 13:32 
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Hab in den letzten Tagen für ein Onlinemagazin nen Bericht über die Tour vom letzten Sommer geschrieben.
Die Zielgruppe ist also nicht primär das Goldthforum gewesen.
Aber wie allen Rotz kann mans ja auch mal hier reinhauen.
Die richtige Veröffentlichung ist allerdings erst am 1.3.



Reisebericht Balkan 2012

Die Westeuropäischen Länder hatten wir bereits zusammen bereist, Kroatien hatten wir auch schon zum Teil gesehen. Dieses Mal sollte es das ganze Kroatien werden und als Sahnehäubchen noch ein Stückchen weiter gehen, nämlich bis Albanien, sollte die Zeit reichen. Leider stand die Reise erstmal unter keinem so guten Stern, denn wer verreisen will, braucht erstmal Urlaub. Den bekam ich aber erst nach Beendigung meines Studiums und wie das immer so in Endphasen von Projekten ist, ziehen sie sich gerne etwas länger als geplant, in meinem Fall dauerte es eine Woche länger.
Wer sind wir eigentlich? Unser „Team“ setzt sich aus zwei stinkfaulen Aachener Studenten zusammen: Sarah und Jan, meine Wenigkeit. Sarah liebt das Malen und süße Tierchen (und süß sind fast alle), ich schraube gern an ranzigen Karren, spiele Gitarre und segle. Während der Ferien fahren wir beide schon seit wir uns kennen mehr oder weniger planlos in einer meiner alten Karren umher und steuern nach Lust und Laune Ziele an, von denen wir denken, sie könnten uns gefallen. Meistens liegen diese Ziele am Meer und sind landschaftlich reizvoll.

Am 25.8. stand endlich das Packen auf dem Plan. Unser Reisemobil sollte ein 92er Postbus werden. Mit seinem 1,7l Wirbelkammerdiesel (57PS) ist er natürlich eine Wanderdüne erster Ordnung. Er hat sich allerdings immer als standfestes und verhältnismäßig durchzugskräftiges Motörchen erwiesen. Dafür ist das Platzangebot im Hochdachbus groß genug um eine gemütliche Reise zu unternehmen ohne auf die schönen Dinge des Lebens verzichten zu müssen. So fanden auch die große Kühlbox, der Grill sowie ein kleiner Tisch und zwei Campingstühle problemlos Platz. Dummerweise musste ich feststellen, dass die Wischwasserpumpe den Dienst quittiert hat und wir erstmal ohne sie klarkommen mussten – naja, mit großem Streusalzaufkommen war zu dieser Jahreszeit ja nicht zu rechnen, daher machte ich mir keine großen Sorgen. Werkzeug um den halben Bus auseinander zu nehmen und einige Teile, die man auf keinen Fall wechseln wollte (denn was man dabei hat geht ja bekanntlich auch nicht kaputt) hatten wir dabei. So konnte es am nächsten Tag losgehen!

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Unser Expeditionsfahrzeug


26.08.2012
Los geht’s! Nach dem Frühstück brechen wir gemütlich um 9:22 bei einem Kilometerstand von 223.785 im Richtung Süden auf. Eilig hatten wir es nicht, denn unsere erste Etappe sollte es nur ins bayrische Pleiskirchen bei Altöttingen gehen. Gegen 11 Uhr konnte unser Büsslein seinen ersten Erfolg verbuchen, indem er auf einer langen Steigung einem 200D/8 die Rücklichter zeigte – wir sind eben doch nur die zweitlangsamsten!
Gegen 17:40 trafen wir bei Vicking, meinem „Schwager“ ein. Zur Begrüßung gabs eine Köstlichkeit der regionalen Braukunst. Dann wurde standesgemäß der Grill angeworfen. Der restliche Abend wurde im Garten verquatscht und schon bald war die Zeit fürs schlafen gehen gekommen.

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Sarah bei den Vorbereitungen für die Grillerei

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So kann man es sich gut gehen lassen…


27.08.2012
Verhältnismäßig früh wurden wir um 9 wach. Zum Frühstück gabs leckere Crêpes mit Marmelade – das wurde natürlich gefeiert! Nach dem Frühstück hieß es aber wie immer: Aufbruch. Der Bus war schnell gepackt und es ging erstmal zu ALDI und Netto die letzten Besorgungen machen. Dazu gehörte dummerweise auch das komplette Spühlzeug, was noch immer in Aachen lag. Um 12:40 wurden nochmal 6,5l nachgetankt, damit wir nicht auf dem Weg nach Österreich liegen blieben, dann gings endlich los nach Süden.

Um 13:45 passierten wir bei einem Tachostand von 225.635 km die österreichische Grenze. In Salzburg wurde die Karre nochmal für 1,45€/l vollgemacht. Dann gings auf die Autobahn gen Süden. Die Fahrt war lustig, aber ereignislos. Wir aßen Minipaprika und genossen die halbwegs leeren Straßen und ließen den Diesel sein Lied singen. Im Tauerntunnel fing plötzlich die Tunnelbeleuchtung an, bizarr zu blinken. Keine Ahnung, was das sollte, aber passiert ist dann doch nichts. Slowenien wurde diesmal einfach durchfahren und die Maut wurde auch bezahlt.

Als wir in Kroatien ankamen war es schon dunkel. Nördlich von Rijeka fanden wir um kurz nach 8 einen überteuerten Campingplatz, auf dem wir doch ein bisschen müde eincheckten. Auf Kochen hatte keiner wirklich Lust, also wurde einfach eine Dose Linsensuppe warmgemacht. Natürlich war da viel zu wenig drin, aber eine zweite Dose hatten wir nicht. Also haben wir den restlichen Hunger mit flüssiger Nahrung gestillt. Da es ziemlich windig war, verzogen wir uns ziemlich schnell in den Bus und lagen auch verhältnismäßig früh in der Koje.


28.08.2012
Unser erster Urlaubstag hatte begonnen! Nach dem Frühstück gings in Richtung Krk. Ein Aufenthalt auf dieser Insel ist traditionellerweise ein fester Bestandteil unserer Kroatienurlaube. Nach einer schönen Fahrt durch die Hügel von Krk kamen wir bereits um 12:30 in Baska an. Das ist ein kleines Fischerdorf am Südende von Baška, wo man ein vorzügliches Omelette essen kann. Pfingsten 2009 konnte man da herrlich schwimmen und faulenzen, doch so schön sollte es an diesem Tag nicht werden. Im Sommer tickten die Uhren nämlich etwas anders. Zur besseren Beschreibung hab ich ein schönes Zitat aus dem Goldth-Forum rausgesucht:

Zitat:
„baška hat alles was man will:

überfüllter campingplatz ohne schatten
touri-sandstrand
touri-hotelburgen
touri-fressmeile“


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Überfüllter Strand von Baška

Trotz der Überfüllung wollte ich mir das Omelettefrühstück nicht entgehen lassen und wir checkten auf dem Campingplatz „Mali“ ein. Auch der war zur Hauptsaison mehr als doppelt so teuer als zu Pfingsten. Aber egal. Erstmal was essen. Dazu gingen wir in die Stadt, wo wir zu moderaten Preise Pizza und kühle Getränke bekamen.

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Danach gabs erstmal eine Siesta für mich und ein gutes Buch für Sarah. Gegen halb 4 zog es Sarah dann doch an den Strand, wo wir das erste Mal in die badewannenwarme Adria sprangen. Inzwischen war es etwas ruhiger am Strand geworden, sodass wir auch einen Platz im Halbschatten bekamen. Gegen Abend gings wieder zurück zum Bus. Zu Abend zauberte Sarah ein herrliches Mal aus Spagetti und Tomaten-Mozzarella-Sauce. Danach baute ich eine Shisha und holte Bier und Sekt aus der Kühlung. Warum solls uns schließlich schlecht gehen?


29.08.2012
Endlich ist der Tage gekommen, an dem es wieder das herrliche Frühstück gibt! Wir gingen in das schöne Restaurant, dessen Namen ich mir immer noch nicht gemerkt habe und aßen ein vorzügliches Omelette mit Schinken und Käse. Dazu gabs für jeden 2 Kaffees und einen Orangensaft, ein Luxus, den wir uns in diesem Urlaub das erste Mal gönnten. Nach dem Frühstück wie immer Aufbruchsstimmung. Der Rezeptionist am Campingplatz gab uns noch einen Flyer von einem Platz in der Nähe der Plitvicer Seen, auf dem man halbwegs günstig stehen konnte, dann brachen wir auf.

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Omelettefrühstück in Baška

In einem Reiseführer (sowas hatten wir bisher noch nie dabei) hatten wir eine Tropfsteinhöhle entdeckt, die halbwegs auf dem Weg lag. Die steuerten wir an und fanden sie auch. Dort angekommen wurden wir in Ermangelung von Kunas fast nicht reingelassen. Zum Glück konnte uns eine alte Dame neben dem Pförtnerhaus noch 10€ in Kuna wechseln, sonst hätte nur einer die Höhle gesehen. In der Höhle war es schön kühl und überall konnte man gut ausgeleuchtet die Magie der Stalakmiten und-titen sehen, die sich in tausenden von Jahren durch mit Kalk übersättigtes Wasser gebildet hatten. Immer gut, so etwas einmal gesehen zu haben.

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Weg zur Tropfsteinhöhle

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Tropfsteinhöhle

Als wir wieder über Tage angekommen waren, empfing uns erneut die drückende Hitze des kroatischen Sommers. Schnell war ein Plan geschmiedet: Wieder aufs Festland fahren und den erstbesten Badeplatz aufsuchen. Gesagt, getan. Nach wenigen km fanden wir an der Straße, die sich an der gesamten kroatischen Küste entlangschlängelt eine Badestelle mit Blick auf eine der kargen Inseln, die es im Norden von Dalmatien häufig gibt. Das Wasser war warm und die Steine spitz, aber erfrischend war es trotzdem.

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Unser Badeplatz von oben

Nach dem Gammeln am Strand juckte es mich aber wieder in den Fingern, noch ein paar km abzureißen. Bei der Fahrt auf der Küstenstraße entdeckte der Bus einen Artgenossen, der ein paar km vor uns seinen dahin fuhr. Wir holten langsam auf, fuhren ein Stück lang hintereinander her, bis sich der andere Bus wieder absetzte. Wohl auch VW-Bus- Touris auf dem Weg nach Süden… Die kroatische Küstenstraße ist einfach ein herrliches Stück Asphalt, wo man jeden Kilometer einfach genießen muss! Man kann dort von Rijeka bis nach Dubrovnik fahren, ohne nennenswerte Strecken durch das Inland fahren zu müssen. Mal ist man ganz nah am Wasser, mal mehrere 100 m darüber. Man hat aber immer den Blick aufs Meer, findet immer Badestellen und immer Campingplätze – einfach ein Traum für jeden, der gerne mit dem Auto fährt!

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Ein Artgenosse auf der Küstenstraße

Gegen 17:30 fanden wir in Rovanska einen kleinen Campingplatz, der von seiner Lage optimal war: Direkt am Wasser und etwas ab von der Hauptstraße. Wunderbar! Zuerst sprangen wir nochmal ins Wasser. Ich hatte mir auf dem Weg ein paar Badeschuhe gekauft, die mir das Baden inmitten der spitzen Steine erleichterten. In Sarahs Größe waren leider keine mehr da… Dafür bekam Sarah nach dem Schwimmen eine leckere Pizza. Gratis durften wir uns beim Essen noch die Sonne angucken, die von der Adria verschluckt wurde. Nach dem Essen konnten wir das schöne Panorama genießen, das die Autobahn und die Mautstelle boten, die als Lichterinseln auf den Bergen an der Küste zu erkennen waren.

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Unser Panoramablick auf Strandpromenade und Mautstation


30.08.2012
An diesem Tag schafften wir es sogar vor 10 aus den Federn! Wir wollten zum Nationalpark Krka und wollten nicht erst am Nachmittag dort ankommen. Trotzdem genehmigte sich Sarah erstmal ein Bad während ich mich um das Frühstück kümmerte – Urlaub ist schließlich Urlaub. Danach gings dann aber fix auf die Autobahn, da es ausnahmsweise mal ums Ankommen geht. Auf der Autobahn bekam der Bus erstmal wieder was zu saufen, da sich die Nadel schon gut dem Nullpunkt genähert hat…

Gegen Mittag erreichten wir dann den Parkplatz vom Nationalpark, wo wir erstmal abkassiert wurden. Dann mussten wir durch die Stadt Šibenik latschen, um auf ein Schiff zu kommen, das einen den Fluss Krka ein Stück hinaufbringt. Dort ist der Nationalpark, eine Landschaft, die sich aus Karst gebildet hat und ständig verändert. Viele Touries kommen aber scheinbar nur dahin, um vor einem ca. 20 m hohen Wasserfall schwimmen zu können. Das wollten wir auch machen, allerdings erst nach dem Begutachten des Nationalparks. Leider gab es genug Touries, die uns das gleich taten und so war das eigentlich naturnahe Erlebnis immer noch stark von Menschen geprägt. Man läuft auf Stegen durch eine doch einmalig schöne Landschaft und kann so die Natur beobachten, ohne sie direkt zu zertrampeln. Nach unserem Rundgang, der schätzungsweise 1,5 Stunden gedauert hat, wollten wir uns aber auch mal vor dem Wasserfall abkühlen. Um einen Diebstahl zu vermeiden, mussten wir uns beim Baden abwechseln.

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Nationalpark Krka

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Nationalpark Krka

Danach gings dann wieder aufs Schiff und zurück nach Šibenik. Um 16:00 saßen wir wieder im Bus und fuhren in Richtung Trogir, einem Städtchen nördlich von Split. Diesmal nahmen wir eine kleine Abkürzung durch das Hinterland. Sofort ändert sich die Landschaft und auch die Siedlungen. Man sieht, dass ein paar km vom Meer das Land noch nicht so europäisiert ist, wie an der Küste. Hier waren die Ortschaften ärmer und etwas runtergekommen, aber nicht weniger charmant. Auch die Hühner liefen noch frei an der Straße herum. An einem der vielen Feigenbäume hielten wir an und Sarah pflückte die noch warmen Früchte. Ein willkommener Unterschied zu den getrockneten Früchten, die man in Deutschland bekommt und vor allem komplett gratis! Über eine schöne Serpentinenstrecke kamen wir wieder zurück ans Meer. Ein Campingplatz war schnell gefunden und nach der Ankunft ging es sofort ins Wasser. Zu Abend gabs dann Spaghetti mit einer leckeren Schinken-Sahne-Sauce mit über 1000 kcal. Den Abend ließen wir gemütlich vor dem Bus ausklingen, später machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang.

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Sarah bei der Arbeit


31.08.2012
Schon wieder sind wir vor 10 aus den Federn gefallen – sogar um 9:20! Nach dem Frühstück fuhren wir erstmal in die Stadt, da sie wohl eine Sünde wert sein sollte. Das war sie auch! Mit ihrer Altstadt aus hellem Stein wirkte sie wie eine kleine Ausgabe von Dubrovnik. Wir beschlossen, einen Eiskaffee zu trinken und im W-Lan des Kaffees unsere Mails zu checken.

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Trogir

Danach gings durch den Stadtverkehr von Split wieder auf die Küstenstraße, wo wir auch bald eine schöne Badestelle fanden. Dort verbrachten wir den Mittag mit Lesen und den Resten des gestrigen Abendessens.

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Am Nachmittag hieß es wieder: Aufsteigen und weiterfahren! Immer schön die Küstenstraße in Richtung Dubrovnik. Irgendwann verpasste ich dann aber dummerweise die Abfahrt und fuhr immer höher, bis die Straße nach links abknickte und ich in den Bergen war. Laut Navi machte das aber streckenmäßig keinen großen Unterschied und so fuhren wir halt im Landesinneren weiter. Auf einer Serpentinenstrecke begegneten wir ein paar Ziegen, die neben der Straße ihr Unwesen trieben.

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Als sich der Nachmittag langsam dem Ende neigte, sah ich ein Schild, was einen Campingplatz auswies. Da wir langsam irgendwo ankommen wollten, folgte ich ihm. Sofort sagte mir das Navi: „In 1,7 km bitte umdrehen.“ Nach diesen besagten 1,7 km endete auch die Asphaltstraße und machte Platz für einen schlechteren Feldweg mit ordentlichen Schlaglöchern. Nach geschätzten 5-10 min sahen wir nach Stunden das Meer wieder!!! Über einen schmalen Weg kamen wir dann irgendwann zu dem „Campingplatz“. Es waren 2 Terrassen, wo es etwas Strom und Wasser gab und etwa 10 Busse Platz gehabt hätten. Toiletten gabs an einem Gasthaus auf der anderen Straßenseite. Alles in Allem war hier eine Ansammlung von vielleicht 3-8 Häusern, also ein perfektes Stück Einsamkeit.

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Auch wenn es nicht viele Häuser gab – ein Hafen scheint unverzichtbar!

Die Koordinaten dieses schönen Fleckchens Erde sind 42° 58,585‘ N und 17° 29,380‘ O. Während ich ein bisschen am Strand lang lief und dieses Örtchen erkundete, machte Sarah sich ans Kochen. Es gab Lachs mit Salzkartoffeln und einer leckeren Sahnesauce. Da wir ziemlich spät angekommen sind, mussten wir im Dunkeln essen und abwaschen. Danach setzten wir uns noch an den Strand und ließen den Abend mit Blick auf die Adria und den Vollmond ausklingen.

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Braunerbär hat geschrieben:
Zündung ist Hexenwerk.

Perle hat geschrieben:
Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.


Zuletzt geändert von Normn-Agathe am 06.01.2013, 13:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 06.01.2013, 13:41 
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01.09.1012
Nach einer spartanischen Dusche im Gasthaus und einem kleinen Frühstück stiegen wir wieder in unser Reisegefährt. Doch weit fuhren wir erstmal nicht, denn an der anderen Seite der Bucht konnte man Tretboote leihen. Also fuhren wir zunächst eine Runde Tretboot. Die ca. 3€ für eine halbe Stunde kann man wirklich investieren.

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Danach gings aber endgültig in Richtung Dubrovnik. Dort angekommen mussten wir erstmal einen Parkplatz finden. Als ich schon entnervt aufgeben wollte, fand ich dann doch einen – sogar im Schatten und direkt vor den Toren der Altstadt. In Ermangelung von Kleingeld fraß der Parkscheinautomat auch noch meine 50kn komplett auf und ich stieß schon Flüche gegen die Stadt aus. Aber meckern im Urlaub tut nicht gut und umgerechnet 7-8 € sind nicht Grund genug, um sich den Tag verderben zu lassen. Also erstmal eine Runde durch die schöne Stadt gehen und Eis essen. Die Tour über die Stadtmauer ersparten wir uns an diesem Tag.

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Dubrovnik

Als Etappenziel wählten wir Molunat, einen der südlichsten Orte Kroatiens aus. Dort verbrachten wir den Abend auf dem Camping Monika. Den Abend verbrachten wir mit dem Leeren einiger Bierdosen sowie dem Verzehr von mit Käse umwickelten Feigen (sehr empfehlenswert!).

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Unsere Kreation: Feigensushi

Als wir dann um kurz vor Mitternacht schlafen gehen wollten, wurde es plötzlich nochmal laut… Unsere Nachbarn kamen an und zwar mit 4 Kindern und einem O-Pair-Mädchen. Nachdem die Kinder im Bett und unsere Zähe eigentlich auch schon geputzt waren fragten sie, ob wir ihnen beim Köpfen einer Flasche Weißwein helfen wollten. Hilfsbereit wie wir nunmal sind setzten wir uns dazu und redeten… Barbara und Rainer reisen trotz ihrer Kinder mit Wohnwagen und T5 durch die Gegend. Luzi, das O-Pair-Mädchen war in diesem Sommer natürlich auch dabei. Sie sind den Tag in Montenegro gewesen und gaben uns den Tip, die grüne Grenze an der Nebenstraße zu fahren, weil bei der Hauptgrenze immer streng kontrollieret wird. Gut zu wissen, denn Zeit ist kostbar!


02.09.2012
Der Wein hatte seine Wirkung nicht verfehlt! Mein Kopf machte mir das am nächsten Morgen unmissverständlich deutlich. Sarah ging es dafür blendend. Wir beschlossen, über Kotor nach Shirokë, einem kleinen Örtchen in Albanien zu fahren, denn dort war ein Campingplatz verzeichnet. Außerdem wollten wir nochmal im Süßwasser baden und Shirokë lag direkt an einem See. Vor der grünen Grenze gab es eine Baustelle. Das heißt, der komplette Straßenbelag ist entfernt worden und man muss auf einer Schotter-Schlagloch-Piste Slalom um Baugeräte fahren. Eigentlich ganz witzig, aber ziemlich staubig. Die Grenze passierten wir problemlos. Dann gings über die Fähre nach Kotor. Eigentlich ziemlich bescheuert, denn Zeit ersparten wir uns durch die Fähre kaum. Dafür mussten wir über eine kleine Straße fahren, auf der man maximal 50 fahren konnte, meistens aber eher 30 wegen Gegenverkehr und Engstellen. Kotor selbst ist eine schöne alte Stadt, die aber natürlich voller Touristen ist. Ein Eis haben wir uns aber dennoch gegönnt.

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Kotor

Nach dem Abstecher in Kotor durften wir wieder die kleine Straße bis an den Fähranleger zurück fahren. Dann gings aber erstmal die Küste entlang gen Süden. Montenegro ist touristisch auch gut erschlossen, aber anders als Kroatien sieht man hier riesige Bettenburgen und Strände, an denen ein Sonnenschirm dem anderen gleicht. Ich schätze, hier findet man eher Touries aus dem Ostblock. Irgendwann lotste uns das Navi dann aber in die Berge, wo wir einen relativ steilen Pass nahmen. Auch wenn es hier verlassen aussieht ist das die Hauptverbindungsstrecke nach Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Podgorica selbst ist ziemlich heruntergekommen und besteht aus großen Betonklötzen. Sicher keine Anlaufstelle für uns. Kurz darauf erreichen wir die Grenze nach Albanien. Die Grenzer guckten kurz in den Bus, fragten nach frischen Lebensmitteln oder Drogen, ließen uns dann aber ziehen, als wir alles verneinten.

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Albanische Grenze: Auch hier laufen Ziegen rum

Nun waren wir in Albanien, meinem Ziel der Reise. Nach der Grenze gab es keine richtige Straße. Hier war auch eine Kiespiste, bzw. Baustelle. Man konnte aber gut drauf fahren und bald kamen wir auf eine nagelneue Straße. Albanien erinnert wirklich noch an die 70er. Man sieht ein Land im Aufschwung zwischen Armut und Reichtum. Hier eine Bauruine, daneben ein brandneues Hotel. Am Straßenrand sieht man viel Müll rumfliegen. Was Sarah ziemlich erschreckt hat war der Anblick eines brennenden Hauses. In Shkodra, einer größeren Stadt, fanden wir sogar ein 5-Sterne Hotel inmitten der 70er-Jahre Stadt. Wer mal eine kleine Zeitreise machen will, sollte da unbedingt mal hinfahren!!! Aber schnell, denn Albanien verändert sich rasend.

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Schnappschuss aus dem Auto irgendwo in Albanien

Schon in Kroatien fällt auf, dass man viele alte Karren sieht. Vor allem Gölfe, aber auch Altbenze, wie 123er, 124er und 190er oder R4. In Albanien ist es noch viel krasser: Hier dominieren die oben genannten Altbenze das Straßenbild und untermalen die Atmosphäre der 70er Jahre.

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Einer der 123er T-Modelle neben unserem Reisemobil

Am Ende von Shkodra fanden wir den Abzweig in Richtung Shirokë – wow, das war ja einfach! Über eine Straße, die kaum breiter war als der Bus, fuhren wir am Skuterisee entlang. Wir kamen nach Shirokë und suchten den Campingplatz. Leider konnten wir keinen finden. Also weiter die Straße entlang. An einem Gasthaus fanden wir ein Schild, was einen Campingplatz auswies, aber keinen Campingplatz. Also weitersuchen! Bald hatten wir aber den nächsten Ort und damit das Ende der Straße erreicht. Nun hieß es wenden und im Gasthaus nachfragen, ob man auf dem Parkplatz die Nacht verbringen kann. Kein Problem! Also gut. Dann aber raus, den See inspizieren. Der Strand war relativ sauber, wurde aber scheinbar selten zum Schwimmen genutzt. Ein paar Einheimische angelten ihr Abendessen, sonst war nicht viel los. Wir gingen ins Gasthaus und bestellten unser Abendessen. Für 30€ bekamen wir Fisch für mich und ein Steak für Sarah. Dazu gabs selbst gemachte Fritten, Salat, ein Glas Wein für Sarah und 5 Bier für mich – da kann man nicht meckern! Nach dem Essen blieben wir auf der Terrasse sitzen und fragten, ob wir hier unsere Shisha rauchen können – kein Problem, wir waren ja eh die einzigen Gäste. Irgendwann schloss der Wirt den Laden, ließ uns aber weiter auf der Terrasse sitzen, wo wir den Abend ausklingen ließen.

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03.09.2012
Um kurz nach 9 standen wir schon auf. Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns gegen 9:45 auf den Weg.

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Unser Nachtplatz. Zahlen mussten wir nix.

An der nächstbesten Tanke musste erstmal Diesel gefasst werden. Der Preis war mit umgerechnet 1,33€ relativ günstig, allerdings gab uns der Tankwart einen so beschissenen Umrechnungskurs, dass wir doch über 1,40 latzen mussten. Irgendwie hatten wir aber einen Abzweig verpasst, sodass wir komplett in die falsche Richtung fuhren. Ich fand das nicht schlimm, da wir ja was vom Land sehen wollten, aber letztendlich wollten wir ja doch wieder nach Norden fahren. Wir drehten um und fanden dann auch den richtigen Abzweig in Richtung Grenze. Auf dem Weg begegneten wir Pferdefuhrwerken, die ganz selbstverständlich das Heu transportierten.

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An der Grenze standen wir erstmal in einer riesigen Autoschlange. Vor uns stand ein deutscher Mercedes. Der Fahrer schien ein erfahrener Albanienurlauber zu sein. Er sagte, die montenegrischen Zöllner seien alles Verbrecher. Sie würden den ganzen Verkehr unnötig aufhalten und jeden nach Drogen filzen. Er gab uns den Tip, nach Ulcinj in Südmontenegro zu fahren. Nach über einer halben Stunde sinnloser Warterei waren wir endlich an der Reihe. Die Ausreise aus Albanien ging problemlos, die Zöllner auf der montenegrischen Seite wollten wissen, warum wir in Albanien waren, ob wir Drogen oder frische Lebensmittel dabei hätten usw. Ich verneinte, weil ich keine Lust hatte, unseren Aufschnitt herzugeben. Zum Glück fragten sie nur und guckten nicht in die Kühltasche. Die Durchsuchung war auch ziemlich oberflächlich und bald waren wir wieder in Montenegro.

Über kleine Gebirgsstraßen fuhren wir in Richtung Küste. Bald kamen wir nach Ulcinj, einer größeren Stadt. Wir begnügten uns allerdings mit der Durchfahrt, da wir sowieso nicht wussten, was wir uns angucken sollen. Außerdem waren dort Unmengen an Touries, die in Richtung Strand wollten. In Ermangelung anständiger Navisoftware mussten wir nach Gefühl fahren, was den unangenehmen Nebeneffekt hatten, dass wir irgendwann vor einer bewachten Schranke standen, nachdem wir bereits seit einiger Zeit aus der Stadt raus waren und durch Olivenbaumplantagen nach Norden gefahren sind. Also umdrehen.

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Hier kommt das Olivenöl her. Die Pferdchen laufen ganz selbstverständlich über die Straße und stören sich an nichts.

Glücklicherweise fanden wir einen Abzweig, den wir zuerst übersehen hatten. So kamen wir wieder auf die Hauptstraße in Richtung Kroatien. Von da aus ging es immerhin voran. Kurz vor der Grenze wurde nochmal Diesel für 1,38€ gefasst. Wir beschlossen, wieder über die grüne Grenze zu fahren. Die Grenzprozedur war schnell erledigt: „Wart ihr in Albanien?“ „Nein.“ Gut, dann weiter. Da Sarah auf einen anderen Campingplatz wollte, wie zwei Nächte zuvor, fuhren wir die Küstenstraße in Richtung Norden, bis wir einen Campingplatz fanden, der uns gefiel. Um 18:30 kamen wir in Banja (42° 46,519‘ N; 17° 53,100‘ O) an. Der Campingplatz war etwas entfernt von der Hauptstraße in einem kleinen Örtchen direkt am Wasser. Sehr empfehlenswert! Unsere Nachbarn waren Hanne und Detlef – ein Rentnerehepaar aus Bad Oldesloe, die sehr locker drauf waren. Wir wurden begrüßt mit den Worten „Willkommen an einem schönen Ort.“ Nach der langen Fahrt hatten wir keine große Lust mehr zu kochen, daher gabs stupide Miracoli. Dann war Entspannung angesagt.


04.09.2012
An diesem Tag hieß es ausschlafen bis um halb 11. Wir beschlossen, hier zu bleiben und einen Tag abzuschalten. Da Dubrovnik immer eine Reise wert ist, fuhren wir nochmal dahin. Es war tierisch schwül, daher bildeten wir uns nach einem Spaziergang ans Wasser ein wenig mit einem Besuch im Aquarium.

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Jan vor der Backbordbefeuerung

Auf dem Weg zum Auto begegneten wir noch einem Piraten, der einige Papageien bei sich hatte. Sarah war frisch verliebt…

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Gegen 15:00 waren wir wieder in Banja und legten uns in eine kleine Bucht neben die Einheimischen. Zwischendurch sprangen wir ins Wasser, ansonsten wurde gelesen oder geschlafen.

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Abends unterhielten wir uns nochmal mit unseren Nachbarn, dann setzten wir uns mit der Shisha und einigen Kaltgetränken auf einen kleinen Steg und genossen den Abend.

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Die kleine Bucht nach dem Sonnenuntergang.


05.09.2012
Um ca. 10:00 wurden wir von Donner geweckt. Regen hatten wir eigentlich auf dieser Reise nicht eingeplant. Also verstauten wir schnell unsere Sachen und brachen um 10:32 ohne Frühstück auf. Im kleinen Lädchen im Ort deckten wir uns noch schnell mit Frühstück ein und erfuhren, dass es hier seit 3 Monaten nicht mehr geregnet hat. Da hätte es doch noch einen Tag warten können…

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Da es den ganzen Tag regnen, die folgenden Tage aber besser werden sollten beschlossen wir, nun Kilometer zu fressen und nach Norden zu fahren. Viel machen konnten wir ja sowieso nicht. Die ersten 150 km gen Norden gibt es noch keine Autobahn, daher fuhren wir erstmal auf der Küstenstraße. Ein paar km muss man auch durch Bosnien fahren. Aus irgendeinem Grund war an der Grenze jede Menge Verkehr, sodass wir ca. 30 min standen. In Bosnien selber sind an den wenigen km Küste natürlich die Hotels aneinandergereiht, bis auch der kleinste Platz aufgebraucht ist. Die offizielle Währung ist übrigens die DM. An der zweiten Grenze gings ein bisschen schneller, da viele Autos einfach durchgewunken wurden. Der Rest der Fahrt verlief recht unspektakulär.

Gegen 16:50 erreichten wir das kleine Örtchen Nin in der Nähe von Zadar. Während ich Mittagsschlaf hielt, vertrieb sich Sarah mit Lesen die Zeit. Abends machten wir uns eine deftige Kartoffelpfanne. Danach setzten wir uns mit 3 Züricher Maschinenbaustudenten vor den Bus, tranken Bier, Wein und Sekt und laberten dummes Zeug.


06.09.2012
Gegen 10 Uhr standen wir gemütlich auf. Im Goldth-Forum machte ich eine Übernachtung beim Gruber in Graz klar, die inzwischen nach unseren Kroatienreisen zur Tradition geworden ist. Dann brachen wir auf in Richtung Zadar. An einem kleinen Yachthafen fanden wir einen Parkplatz und schlenderten durch die Fußgängerzone. Zuerst gabs für jeden ein Eis, dann beschlossen wir, den Kirchturm zu besteigen. Von dort oben hatten wir auch eine schöne Aussicht.

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Da soll es raufgehen!

Danach hieß es einkaufen. Da wir wenigstens einmal grillen wollten kauften wir Chiwapchichi und Grillkohle. Dann fuhren wir noch einmal in Richtung Süden, da wir vom Campingplatz in Nin ein wenig enttäuscht waren. Leider fanden wir den Campingplatz auch erst beim 3. Anlauf und auch das war nur der beste Kompromiss, den wir finden konnten: Es gab keinen richtigen Strand und teuer war er auch. Naja, da muss man halt das Beste draus machen. Wir legten uns an die Mole (einen Strand gabs ja nicht) und lasen ein bisschen. Gegen Abend wurde dann der Grill angeschmissen.

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Braunerbär hat geschrieben:
Zündung ist Hexenwerk.

Perle hat geschrieben:
Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.


Zuletzt geändert von Normn-Agathe am 06.01.2013, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 06.01.2013, 13:45 
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07.09.2012
An diesem Tag hieß es Ausschlafen! Erst gegen 10:30 verließen wir das Bett. Gefrühstückt wurden die Reste vom Grillen, Tortillas mit Salsasauce, Miniwürstchen und Pudding, da ich an diesem Campingplatz keinen Bäcker gesehen hatte. Bei der Abfahrt bemerkte ich doch einen kleinen Stand an der Ausfahrt, bei dem man Brot und Brötchen kaufen konnte. Naja, jetzt wars zu spät… Über die Dörfer fuhren wir nach den eher enttäuschenden Campingplätzen wieder nach Rovanska an den kleinen Campingplatz direkt am Wasser. Es war der letzte Tag an der Küste und den wollten wir nochmal richtig auskosten! Daher unternehmen wir gar nichts, sondern vertrieben uns die Zeit mit Lesen, Schwimmen und Nichtstun.

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Jan beim Nichtstun

Dabei stellten wir fest, dass sich das Wasser schon deutlich abgekühlt hatte. Abends guckten wir schön den Sonnenuntergang und setzten uns auf den Steg, um die Atmosphäre nochmal in uns aufzusaugen.

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08.09.2012
Der Weckappell war heute bereits um 9 Uhr. Um 10:13 hieß es aufsitzen und losfahren. Das keiner zum Abkassieren gekommen ist, hat uns nicht weiter gestört. Die Fahrt ging ins Landesinnere in Richtung Plitvicer Seen, einen der ältesten und sehenswertesten Nationalparks Europas. Um 11:43 wurde nochmal Treibstoff gefasst, dann erreichten wir bald den Parkplatz vom Nationalpark. Dummerweise zog ich ein teureres Wohnmobilticket. Dafür stellten wir uns dann aber auch auf einen der großen Wohnmobilparkplätze im Schatten.

Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf den Weg. Der Eintritt lohnt sich! Auch dieser Nationalpark ist ein Karstgebiet. Allerdings ist er deutlich größer und auch faszinierender als Krka. Ich könnte jetzt seitenlange Beschreibungen abgeben, die allerdings sicher keiner lesen möchte. Außerdem kann man die Geschichte und alles Sehenswerte auch im Internet nachlesen. Nur eins möchte ich sagen: Einen Besuch ist er auf alle Fälle wert, denn man geht durch ein Wunderland aus einer glasklaren Seenlandschaft mit teilweise riesigen Wasserfällen, Höhlen im Felsengebirge und einer grandiosen Unterwasserlandschaft.

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Das Wasser ist so klar, dass man bis auf den Grund gucken kann

Wir latschten insgesamt viereinhalb Stunden durch den Park. Dazu gehörte eine Fahrt mit dem Elektroboot sowie die Rückfahrt mit dem Panoramabus. Dabei haben wir vielleicht die Hälfte des Parks gesehen, allerdings waren unsere Zeit und auch unsere Wanderleidenschaft nicht ausreichend, um den Park in einem durchzugucken. Aber das ist nicht schlimm, da es uns sicher irgendwann nochmal nach Kroatien verschlagen wird.

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Jan bei der Fahrt im Elektroboot

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Ein Teil des Parks aus der Vogelperspektive

Um 16:45 gings weiter in Richtung Zagreb. In Belavići erreichten wir den Campingplatz, der uns auf Baška empfohlen wurde. Er war an einem kleinen Fluss gelegen, in dem man auch schwimmen kann. Dafür war es für uns leider schon zu spät. Außerdem hatten wir Hunger. Da es ein Restaurant am Platz gab, beschlossen wir, noch einmal essen zu gehen. Sarah bestellte nochmal ein Steak, für mich gabs zwei kleine Forellen. Abends setzten wir uns nochmal vor den Bus, um eine Shisha zu rauchen, allerdings waren wir schon wieder so weit im Norden, dass es abends ziemlich kühl wurde. So verzogen wir uns ziemlich schnell in den Bus, wo wir bei einer drei ???-Folge den Abend ausklingen ließen.


09.09.2012
Viel zu spät für unsere Pläne wurden wir erst um 10 Uhr wach. Nach wir nochmal geduscht und unsere Mails gecheckt haben, fuhren wir um kurz nach 11 ohne Frühstück ab. Zuvor hatte uns der Rezeptionist noch einen Stadtplan von Zagreb gegeben. Bei einer Bäckerei holten wir uns dann auf dem Weg nach Zagreb unser Frühstück. Um 13 Uhr waren wir endlich in der Stadt. An der Uni fanden wir auch einen Parkplatz. Wir gingen die auf dem Stadtplan empfohlene Route nach und guckten uns den botanischen Garten, den Bahnhof und die Kathedrale an.

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Im botanischen Garten…

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Zum Abschluss gabs noch ein Eis für jeden.

Um 15 Uhr saßen wir wieder im Bus und fuhren in Richtung Graz. Natürlich hat Zagreb viel mehr zu bieten, aber 2 Stunden sind wohl doch ein wenig zu kurz. Aber wir mussten ja noch nach Graz und wollten diesmal keine 15€ Maut für weniger als 100 km slowenische Autobahn latzen. Da ich mich aus irgendwelchen Gründen manchmal auf das Navi verlasse, landeten wir erstmal in irgendeinem Kaff statt an der Grenze. Kurz nach der Grenze verfuhren wir uns direkt noch einmal, da das Navi zum einen nix kann und zum anderen keine anständige Beschilderung für eine mautfreie Strecke vorhanden ist. Den Weg fanden wir dann aber trotzdem, auch wenn wir in Maribor dann doch auf die Mautstrecke gekommen sind. Da uns keiner rausgewunken hat, war das auch nicht so wild.

Um 18:21 kamen wir gleichzeitig mit Gruber in Graz an. Nach einer Dusche bekamen wir Kürbissuppe und als Hauptgang Tiroler Knödel. Nach einigen Bieren und einer Shisha gings relativ früh ins Bett – wir waren alle ziemlich müde und mussten am nächsten Tag arbeiten, bzw. den Heimweg antreten.


10.09.2012
Da wir einen langen Tag vor uns hatten standen wir um 7:20 auf. Da Gruber scheinbar nicht frühstückt, saßen wir um kurz nach 8 im Bus und fuhren in Richtung Autobahn. In einem Einkaufszentrum frühstückten wir und fuhren dann gen Norden. Um 12:18 wurde der Kahn nochmal vollgetankt. Als ich langsam Hunger bekam, steuerten wir ein kleines süddeutsches Dorf an, wo wir in einer Bäckerei alles Mögliche einkauften. Um 21:13 erreichten wir bei einem Kilometerstand von 228.281 wieder den Ausgangspunkt unserer Reise.

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Noch 901 km, 11 h und 24 min Fahrt…

Insgesamt haben wir 4.496 km abgespult, davon 947 km am letzten Tag bei einer Marschgeschwindigkeit von ca. 98km/h. Für weitere solcher Reisen soll demnächst ein 5-Gang-Getriebe nachgerüstet werden, damit lange Tagestouren nicht ganz so anstrengend werden und die Marschgeschwindigkeit auf über 100 km/h angehoben werden kann. Wer allerdings denkt, so eine Reise ist teuer, den kann ich beruhigen: Insgesamt zahlte jeder etwa 650€ für eine 16-tägige Tour. Das ist weniger als ein 14-tägiger Pauschalurlaub!

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Braunerbär hat geschrieben:
Zündung ist Hexenwerk.

Perle hat geschrieben:
Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 08.01.2013, 15:09 
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hotel gruber schaffts in die internat. presse :langer:

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Große hat geschrieben:
Nun ist alles gesagt.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 08.01.2013, 15:20 
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auch meine reisetipps für den touri :D

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keks hat geschrieben:
"Ich bin da mal in so einem alten Fiat mitgefahren". "Die waren auf 'nem Flohmarkt und haben eine Ampel gekauft!" :dh:



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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 08.01.2013, 15:38 
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Wohnort: wo´s gmiatlich is, zB im w123 kombi
meinst tipps fürn feichti kapitän?
top =)

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Große hat geschrieben:
Nun ist alles gesagt.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 08.01.2013, 22:44 
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bacigalupo hat geschrieben:
Mußte um ein Haar das Hörnchen aus der Hand fallen lassen beim Gegenlenken, ging dann aber doch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 09.01.2013, 11:56 
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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 09.01.2013, 14:21 
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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht Balkan 2012
BeitragVerfasst: 03.03.2013, 11:01 
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Und so siehts dann in fertig aus.

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Braunerbär hat geschrieben:
Zündung ist Hexenwerk.

Perle hat geschrieben:
Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.


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